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Meppener Tagespost 1984:
"Mehr als 500 Zuhörer beim Frühlingskonzert in Dalum
Musikverein stellt neue Uniformen und Dirigenten vor.
Über mangelnde Resonanz konnte sich der Musikverein Dalum am Sonntagabend nicht beklagen: Mehr als 500 Gäste zollten den 62 Musikanten für ihr "Frühlingskonzert" mit lautstarken Beifalls-kundgebungen Anerkennung. Erstmalig stellte sich der Verein in neuer Uniform und mit einem anderen Dirigenten vor: Nachdem Willi Hahnemann auf eigenem Wunsch aus diesem Amt schied, übernahm der 25jährige Manfred Hachmer den Taktstock.
Willi Hahnemannn wirkte seit Gründung im Jahr 1975 an der Entwicklung des Musikvereins mit. Der gelernte Musiklehrer wird weiterhin die Musikkapelle in Hebelermeer leiten. Bereits seit der Kindheit spielt sein Nachfolger, der aus dem Rheinland stammende Manfred Hachmer, Blechinstrumente. Er studierte Musik für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Mainz. In seiner Examensarbeit erörterte er die soziale Bedeutung der Blasmusik. Seit Herbst des vergangenen Jahres arbeitet Manfred Hachmer bei der Musikschule des Emslandes in Meppen und wird als Musikschullehrer vorwiegend im Raum Emsbüren bzw. Dalum eingesetzt. Im Musikverein Dalum spielt er erst seit Anfang des Jahres mit; für das Amt des Dirigenten schlug ihn die Musikschule Meppen vor.
Dirigenten unter sich! li. Willi Hanemann, Manfred Hachmer im Hintergrund: Leo Meiners
Beifall als Zeichen der Zufriedenheit, die sich auch im Ergebniss einer Spendenaktion (1275 DM) niederschlug, ernteten die 74 rot-blauen neuen Uniformen des Vereins, die an Landsknechtkittel erinnern und mit dem Wappen der Gemeinde Geeste versehen sind. Zuvor hatten die Musikanten nur über eine behelfsmäßige Uniform verfügt, für deren Ersatz nach Angaben von Kassenwart Heinz Schomaker 38.000 DM benötigt wurden. Mit 10.000 DM griff die Gemeinde Geeste dem Musikverein Dalum "unter die Arme", fast 10.000 DM gingen an Spenden ein. Der Rest wurde durch erspielte Einnahmen und Kredite aufgebracht. Durch diese Investition sei der Verein zwar in "rote Zahlen geraten", hoffe aber im nächsten Jahr durch feste Verträge "wieder raus zu sein", führte Kassenwart Schomakers aus.
Das musikalische Programm des Musikvereins fand die Anerkennung der Zuhörer. Nachdem sich Willi Hahnemann mit zwei Märschen von seinem Publikum verabiedet hatte, stellte Manfred Hachmer zunächst mit zwei Volksliedern sein Können unter Beweis. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Dirigent wählte er für eine Blaskapelle ungewöhnliche Beiträge aus: Stefanie Wallura, Mechthild Altmeppen, Gabriele Schipritt, Mariella Rumpke und Claudia Jansen boten mit dem "Rigandon", einem alten französischen Tanz, ein interessantes Querflötenstück. Die Vielseitigkeit des Programms spiegelte sich auch in der Folksweise "Floral Dance" und dem "Trompeteruf" wieder. Der zweite Teil des Abends war der Gemütlichkeit vorbehalten: "Schunkelparade", Kufsteiner Lied" und "Wien bleibt Wien" forderte zum Mitmachen auf. Die erweiterte Rhythmusgruppe stellte sich mit „Fiesta Brasiliana“ vor.
Ende April treten die Musikanten in Berlin auf. Pfingsten nimmt der Musikverein am, Kiveling-Schützenfest in Lingen teil. Im September steht ein Kurkonzert in Bad Bentheim auf dem Programm. Nach den Sommerferien werden neue Jungen und Mädchen ihre Ausbildung an der Musikschule beenden und den Verein ergänzen."
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